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Suita! – Das 5-Sterne Sofa von Antonio Citterio, Vitra

Dienstag, 17. August 2010 11:30

Was assoziieren Sie mit dem Stichwort „Sofa“? Diese Frage wurde mir kürzlich im VitraHaus in Weil am Rhein gestellt und ich kam spontan auf 7 Begriffe: networking, lümmeln, sitzen, schlafen, Anpassungsmöglichkeit, robust, Akzente. Das für mich perfekte Sofa kann all diese Dinge in sich vereinen, sprich: es bietet mir die Möglichkeit, sowohl mit dem Laptop zu arbeiten, als auch bequem darauf zu sitzen, ggf. einen Schlafgast zu beherbergen und ist gleichzeitig äußerst vielseitig in der Kombination mit den restlichen Einrichtungsgegenständen. Und natürlich soll sein Material robust und dennoch hochwertig sein.

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Würden Sofas mit Sternen indexiert, so bekäme das Suita von Antonio Citterio zweifelsohne gleich fünf davon. Was zunächst eher reduziert und schlicht im Raume steht, entpuppt sich schnell als eine moderne, zeitlos elegante Sofa-Familie für den Wohnbereich. Citterio hat es wieder einmal geschafft und in Zusammenarbeit mit dem Hause Vitra ein Gemeinschaftswerk erschaffen, das dem italienischen Flair der Leichtigkeit ebenso gerecht wird wie der handwerklichen Eleganz mit der für die Schweiz typischen industriellen Qualität und Präzision. Beides ganz subtil in einem System aus Sofas und Sesseln miteinander verbunden.

Eine kleine geo-spracherzieherische Exkursion: „Suita“ ist Rumantsch, eine in den Teilen des Kantons Graubünden verbreitete, rätoromanische Sprache, welche auch offiziell als vierte Landessprache in der Schweiz gilt. Antonio Citterio und Vitra spielen mit diesem Namen auf den alpinen Kulturraum an, welcher die deutschsprachige Schweiz mit Norditalien verbindet und wollen damit sinngemäß „Suite, Folge oder Ensemble“ vermitteln. Aaahja…

Suita ist also da. Die Wohnlandschaft mit allem Pipapo. Ob Polster, Kissen, Tablar, Kopfteil oder Plattform – das Suita – Sofa markiert ein ganz neues Kapitel der Zusammenarbeit des Schweizer Möbelherstellers und des in Mailand ansässigen Designers, denn es bezieht sich erstmals auf den gesamten Wohn- und Lebensbereich. Das Multitalent ist Teil einer großen Familie von Einzelmöbeln und kann schier grenzenlos für die verschiedensten Räume und Situationen kombiniert werden. Ganz harmonisch integriert sich das Suita Sofa in bestehende Collagen und erlaubt neue Variationsmöglichkeiten – sowohl innerhalb der Suita-Familie als auch im vorhandenen Interieur.  Überzeugt habe ich mich von seiner Vielseitigkeit direkt im VitraHaus in Weil am Rhein, wo es bereitwillig eifrige Probesitzer und Tester wie mich in den verschiedensten Arrangements und Kombinationen empfängt. Da wären bspw. der Zweisitzer, das Dreisitzer-Sofa, eine Chaise Lounge in verschiedenen Ausführungen, ein Daybed sowie eine Ottomane und der Club Armchair.

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Suita gibt es von Haus aus in zwei unterschiedlichen Komfortvarianten: mit weichen und mit festen Sitzkissen. Je nach Variante erhält der Kunde dann verschiedene Kissenformen. Für das weiche Polster stehen Classic Kissen oder Spitzkissen zur Auswahl. Wer den härteren Sitzkomfort bevorzugt, bekommt immer ein Rückenkissen in der klassischen Form. Als bekennende Couch-Surferin präferiere ich die weiche Version….man kann sich (ganz im Sinne des „Net´n Nest„-Gedankens) wunderbar mit dem Laptop einnesteln…;-)

Eine gewisse akustische und visuelle Abgrenzung schafft das Kopfteil, ein Element, welches einigen Möbeln der Suita-Familie den Rücken erhöht und somit dem Kopf eine Stütze anbietet. Für mich selbst habe ich allerdings das rückwärtig anzubringende Tablar entdeckt. Steht das Sofa frei im Raum, eröffnet das kleine Tischchen einen idealen Ort für einen zusätzlichen „Arbeitsplatz“ im Sinne kurzweiliger Arbeiten mit Stuhl und/oder Laptop. An der Rückwand lässt sich außerdem noch die ein oder andere zusätzliche Abstell- oder Dekorationsfläche platzieren.

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Total im Trend und ebenfalls persönlich geprüft: die Plattform des Suita. Der Hybrid aus Tisch und Ottomane ist dank seines äußerst straffen Bezuges sowohl als Ablage (bspw. für ein Tablett, das TV-Programm oder die Fernbedienung) als auch als Fußstütze einsetzbar. Für Schlafgäste mit enormem Aktionsradius erweitert die herangezogene Ottomane zudem die Liegefläche. Die Suita Plattform ist in zwei Größen erhältlich.

Mein Fazit: Gekauft! Das Ziel, höchsten Sitzkomfort  auch auf kompakter Fläche zu ermöglichen, ist Antonio Citterio und Vitra durchaus gelungen. Die italienische Leichtigkeit und Eleganz der gesamten Suita-Familie wird durch die präzise Schweizer Handwerksarbeit perfektioniert. Der geometrisch klar gezeichnete Korpus und die weichen, handwerklich verarbeiteten Kissen scheinen gar auf den brückenartigen Füssen aus poliertem Aluminium zu schweben. Deren gerundete Form darf durchaus als Hommage an das amerikanische Mid Century Design verstanden werden. Suita verbindet im Ausdruck Aktualität mit einer Zeitlosigkeit, wie sie von vielen Möbelklassikern bekannt ist und sich offensichtlich auch bewährt hat.

P.S.: Dieses schicke Multitalent gibt es übrigens ab Oktober nur bei ausgesuchten Fachhändlern, so auch im La Chair Onlineshop unter www.lachair.de oder noch besser: Probesitzen, fühlen und entdecken Sie das Suita live und in Farbe im La Chair Showroom, dem UNISON-Haus.  Ab Oktober haben wir die Wohnlandschaft mit allem Pipapo vor Ort im Haus!

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Suchst du noch, oder schiebst du schon?

Donnerstag, 12. August 2010 16:30

Der Sommer zeigt sich momentan von seiner eher herbstlichen Seite, was mich dazu veranlasst, bereits jetzt schon an die dunkle Jahreszeit zu denken und wie man sich diese an richtig verregneten Tagen noch verkürzen könnte…z.B. durch Möbelrücken oder neue Einrichtungsideen.

„Tapetenwechsel“ in den eigenen vier Wänden ist nicht nur ein schöner Zeitvertreib und Fitness zugleich, nein es hat auch allerhand mit Funktionalität, Raumnutzung und natürlich Design zu tun. Also begebe ich mich jetzt schon auf die Suche nach neuen Entwicklungen und Ideen fürs traute Heim. Von esoterischen Anwandlungen halte ich mich allerdings fern, denn laut Feng Shui ruft ein im Süden eines Zimmers abgelegter Papier- oder Zeitungsstapel schlechte Schwingungen hervor. Ich aber mag meinen wüsten Altpapierhaufen und er macht auch nur in dieser – dummerweise gen Süden ausgerichteten – Ecke meiner Wohnung Sinn.

Ausreichend Inspiration für Anordnungen, Raumaufteilungen und Farbkombinationen hole ich mir gern bei einem der vielen Besuche im VitraHaus in Weil am Rhein. Die letzte Visite auf dem VitraCampus liegt zwar schon ein wenig zurück, doch bereits Ende Mai stellte man hier die Produktneuheiten der Mailänder Messe 2010 vor. Und ich habe sie alle zur Probe gesessen: Den Lounge Chair in seiner neuen Interpretation, das Place Sofa mit den hochgezogenen Armlehnen und dem weicheren Bezugsstoff, die Eames Plastic Chairs mit Vollposter, das Suita-Sofa in seinen unterschiedlichsten Kombinationen, das Eames Plywood Mammut ;-), ja ich habe mir sogar Chairless umgeschnallt und ein Sitzwerkzeug ohne Sitz und Lehne probe-“gesessen“.

Eames Lounge Chair in der klassischen und neuen Version Eames Plastic Side Chair mit Vollpolster senf Eames Plastic Armchair mit Vollpolster basic dark Chairless - Sitzen ohne Sitz und Lehne Place Sofa mit weichem Polster und Armlehne

Über den neuen Lounge Chair sowie Chairless wurde bereits an anderer Stelle berichtet, über das Eames Mammut verliere ich demnächst noch ein paar liebe Worte und passend zum heutigen Thema wird im folgendem Blogpost über eine ganze Wohnlandschaft mit allem Pipapo berichtet: Dem Suita-Sofa von Antonio Citterio.

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Antionio Citterio – Design und Freundschaft

Mittwoch, 11. August 2010 17:17

Designer und Freund des VitraHauses - Antonio Citterio

Vater vieler Vitra-Produkte: Antonio Citterio, Designer

Wenn ein Rolf Fehlbaum über Antonio Citterio spricht, dann fallen Worte, wie „Angemessenheit, Loyalität und Integrität“. Citterio wiederum umschreibt die Entwicklung eines Produktes mit Vitra als eine „Vater-Mutter-Kind“- Beziehung. Dieses innige geschäftliche und durchaus freundschaftliche Verhältnis zwischen Designer und Hersteller wird mir beim Lesen des Geburtstagsbriefes des Vitra-Gründers an seinen Designer erneut bewusst. In diesem bedankt sich Fehlbaum bei Antonio Citterio für 25 Jahre intensive und fruchtbare Zusammenarbeit mit Vitra und gratuliert dem mittlerweile 60-jährigen Architekten zum runden Jubiläum.

Neugierig auf diesen eindrucksvollen Italiener finde ich heraus, dass Citterio 1950 in Meda geboren wurde, Architektur studierte und 1972 mit Paolo Nava ein gemeinsames Studio für Industrial Design gründete. Aus dieser Zeit sind der 1982 entworfene Showroom oder die Esprit-Filialen entstanden. Ausgezeichnet wurde Antonio Citterio erstmals in 1987 mit dem Goldenen Zirkel. 1995 folgte der zweite. Mit seinem Büro „Antonio Citterio and Partners“, welches er seit 1999 in Mailand führt, konzentriert er sich heute ganz auf die multidisziplinäre Arbeit in den Bereichen Architektur-, Industrie- und Grafikdesign.

Die Zusammenarbeit mit Vitra fand ihren Anfang in den 90er Jahren, in denen sich Citterio hauptsächlich der Entwicklung von Büromöbeln und Einrichtungsunternehmen für Unternehmen widmete. Parallel zu Vitra entwarf er auch für Olivetti, Kartell oder B&B.
Wurde sich im Bereich der Büroeinrichtung zunächst auf Stühle konzentriert, entwickelten Rolf Fehlbaum und Antonio Citterio sehr bald auch ganze Bürosysteme. 1994 führte Vitra das System „Ad Hoc“ ein, welches sich seit dem stetig weiterentwickelt hat und sich auf der Orgatec 2010 in Köln in seiner aktuellsten Version präsentieren wird. Laut Fehlbaum gehört dieses Bürosystem „zu den einflussreichsten der letzten zwanzig Jahre“. Diese Aussage werde ich im Oktober diesen Jahres höchstpersönlich überprüfen und selbstverständlich mein Resümee hier zu „Blogge tragen“. 😉

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Antonios wohl bekannteste Projekte mit Vitra sind u.a. die bekannten Bürostühle Oson, Axess, Axess Plus, AC 4 sowie der Visalounge, die Arbeitsplatz-Systeme Ad Hoc und Ad One, der Chefsessel Skape und der ACX Etendable Dining Table.

Mit 60 Jahren ist noch lang noch nicht Schluss und sowohl Fehlbaum als auch Citterio selbst kündigen eine umfangreiche Familie an neuen Stuhlentwicklungen an, die (so Fehlbaum in seinem Dankesbrief an Citterio) „alles verkörpert, was wir über das Sitzen gelernt haben“. Ich bin gespannt, denn in der letzten Vitra-Lektion über das Sitzen lernte ich: „Wirf alle Ergonomie über Bord und schnall dir einen Nylongurt um!“ Freilich finde auch ich die „Less-than-more“-Lösung äußerst witzig und im Falle eines Highfield-Festivals, einer Fußball-WM oder bei chronischem Sitzplatzmangel ist „Chairless“ sicher eine nützliche Alternative.

Aber umso mehr interessieren mich die neuen Entwicklungen des Mutter-Vater-Kind-Gespannes und bis es soweit ist, lümmel ich mich auf dem schicken und furchtbar variantenreichen Suita-Sofa, welches erst kürzlich der designliebenden Öffentlichkeit in Mailand und Weil am Rhein vorgestellt wurde und demnächst auch im Handel erhältlich ist.

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